Wenkenhofgepräche 2019:

Donnerstag 23. und Freitag 24. Mai 2019, 19.30 Uhr
Reithalle Wenkenhof, Eintritt frei

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Mit Lucas Bretschger | Andreas Burgener | Paul Burger | Marie-Claire Graf | Maya Graf | Wilfried Haeberli | Thomas Vellacott | Ernst Ulrich von Weizsäcker | Ivo Wallimann-Helmer

Moderation: Patrick Rohr

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Donnerstag, 23. Mai 2019

Ressourcen und Nachhaltigkeit sind hochaktuelle gesellschaftspolitische Themen. Der heutige Umgang mit den Herausforderungen wird unsere Zukunft prägen. Mit dem Wachstum der Menschheit werden immer mehr Ressourcen benötigt, weshalb nachhaltig mit ihnen umgegangen werden muss. Am Donnerstag soll 50 Jahre nach dem Erscheinen der Studie „Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome, die als erste auf die Probleme der Weltwirtschaftsentwicklung hingewiesen haben, eine Bilanz und daraus Rückschlüsse für die Zukunft gezogen werden. Wie können diese Probleme angegangen werden, wo stehen wir und welches sind die Chancen dafür?

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Unsere Gestaltungskraft in Wirtschaft und Gesellschaft sollte es ermöglichen, dass die Entwicklung der Weltwirtschaft allen Menschen dient und sich auf erneuerbare und saubere Ressourcen abstützt.
Lucas Bretschger, Professor für Ressourcenökonomie, ETH Zürich

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Nicht mehr Ressourcen zu verbrauchen, als unser Planet zur Verfügung stellt, ist keine Frage der politischen Ideologie, sondern der Vernunft und des Respekts.

Thomas Vellacott, Geschäftsleiter WWF Schweiz

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Fast alle heutigen Trends auf der Welt sind Angriffe auf die Nachhaltigkeit.

Ernst Ulrich von Weizsäcker, Ehrenpräsident des Club of Rome

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Nachhaltigkeit ist eine Frage der Gerechtigkeit. Gerechtigkeit gegenüber zukünftigen Generationen und gegenüber unseren Mitmenschen umfasst grundlegende ethische Herausforderungen, die nicht einfach zu beantworten sind. Nachhaltigkeit in den drei Dimensionen der Ökologie, der Ökonomie und des Sozialen ist deshalb hochkomplex und normativ.
Ivo Wallimann-Helmer, Umweltethiker und Philosoph, Professor für Environmental Humanities, Universität Freiburg/Fribourg



Freitag, 24. Mai 2019

Im Fokus des zweiten Abends stehen der Klimawandel und Fragen wie „Wie kann und soll damit umgegangen werden? Sind wir ohnehin bereits zu spät und können wir uns noch schützen? Welches sind die Erfordernisse an die Gesellschaft?“ Die Zustimmung zu diesen Themen in der Bevölkerung ist meist relativ gross, aber wie steht es um die Bereitschaft, effektiv etwas zu tun? Dieser Widerspruch und die daraus entstehenden Folgen für die Gesellschaft sollen hier diskutiert werden.

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Wir Menschen können und wollen nicht stehen bleiben – die Erfolgsprodukte Mobilität und Strassenverkehr beweisen dies jeden Tag aufs Neue. Wir müssen das Rad der Zeit mit technischem Know-how noch schneller vorwärtsdrehen als bisher. Nur so können wir den Ausstoss von menschengemachtem CO2 minimieren – auf Konsum- oder Mobilitätsverzicht basierende Konzepte werden scheitern.
Andreas Burgener, Direktor auto-schweiz

Katastrophismus bringt uns nicht weiter. Aber in allen Wirtschafts- und Lebensbereichen sind zügig Fortschritte zu einer nachhaltigen Entwicklung zu machen.
Paul Burger, Nachhaltigkeitsforscher, Departement Gesellschaftswissenschaften, Universität Basel

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Wie Albert Einstein bereits sagte, können Probleme niemals mit derselben Denkweise gelöst werden, durch die sie entstanden sind. Daher müssen wir uns dringend die systematischen und sozialgesellschaftlichen Fragen stellen, denn die Wissenschaft stellt klar, wir haben noch 11 Jahre, bevor drastische und nicht aufhaltbare Veränderungen eintreten. Es liegt also an uns, den Wandel und die Zukunft aktiv mitzugestalten.
Marie-Claire Graf, Politik- und Umweltwissenschaftlerin Universität Zürich, Klimaaktivistin

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Die Diskussion über die Bereitschaft Einzelner, ihren Lebensstil zugunsten des Klimas zu ändern, verfehlt den Kern der Sache: Der Klimawandel stellt eine so grosse gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderung dar, dass wir ihn nur mit institutionellen Lösungen bewältigen können. Wir sollten uns darauf konzentrieren, jetzt zu handeln. Das Wissen und Können ist vorhanden.
Maya Graf, Nationalrätin Grüne BL

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Der weltweite Gletscherschwund zeigt, dass die globale Erwärmung bereits weit fortgeschritten ist und die Lebensgrundlagen auf der Erde für viele zukünftige Generationen beeinflussen wird.
Wilfried Haeberli, Universität Zürich, ehem. Leiter Gletscherbeobachtung UNO-Umweltprogramm

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